venuslicht
aktualisiert am
16.01.2009
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DICHLIEBE
Immer, immer brauchte ich: zu lieben
Den Einen, den Anderen Manchen zwischendurch
Immer, immer brauchte ich: zu lieben
Mit zehrender Inbrunst damit ein Echo erklang
Immer, immer suchte ich: zu lieben
bis ich letztendlich mich fand durch DICH
HAM 01/09
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vernascht
schlafwarm ausgepackt häppchenweise angeknabbert
hingeschmolzen
HAM 12/08
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Regen
Regen nach heißen Tagen dieser Duft würzig schwer erinnert an
Leben
HAM 06/08
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eingestimmt
er kocht sie ruht es stimmt
zufrieden
HAM 04/08
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namenlos
Wo die Tage keinen Namen tragen wo Tag und Nacht allein das Licht bestimmt
wo der Wind die Spur verweht wo die Dünen schattenlos
bin ich ich
HAM 04/08
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zeitlos
apfelrot und holzfarben im sonnengold
eine fliege summt
HAM 04/08
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Gezeiten
Zehen spielen losgelöst im warmen Sand
sie spreizen und sie rekeln sich
bis die Welle klatscht
HAM 04/08
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Flucht aus der Po Shan Road, Hongkong
Wo noch gestern weiße Kakadus den Garten der verwunschenen Villa bevölkerten
verdrängt heute ein weiterer atemberaubender Stahlklotz allen Raum
HAM 03/08
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Ballungsraum
In schwankender Kiefernhöhe richtet die Elster wieder ihr Nest
auch dieses Jahr letztendlich zu nah am Balkon
HAM 03/08
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Erwischt
Frühling lockt am Fleet
Wasserspritzen
Erpel vögelt Blesshuhn
Aufwachstaunen
lachen ist ganz leicht
HAM 02/08
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Akrobatin
Der Spagat zwischen Mutter und Circe ein Kunststück manchen Weibes in der Nacht HAM 02/08
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Dieser Tag
Morgenstill die Bäume recken ihre Äste hinauf ins Himmelsblau kein Zweiglein rührt sich Vögel singen es schwebt ein roter Luftballon davon
HAM 02/08
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Vogelfrei
Hände einer Schale gleich bieten Flucht und Sicherheit
Deine Hände warm und fest sind mir ein schützend Nest
HAM 02/08
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Wir
Atem im Ohr stetes Wellenrauschen umschlungen von Liebe
HAM 02/08
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Von draußen
Von draußen deutsch-vertraute Gemütlichkeit mit Bratwurstduft Muttersprache in würziger Waldluft
Drinnen dann kleinbürgerliche Scheuklappen in luftverschmutzter Enge
Drinnen der Wunsch nach Draußen 11/87
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Nicht nur im Westen
Nichts Neues an der Front erst vierzig Jahre her
Fronten bestürmt und oft gehalten noch heute
Fronten vielerorts und jederzeit weiterhin nichts Neues 01/88
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Aufsehen
Aufsehen zu einem Kind dem Glück der Welt doch nicht in Deutschland das errege Aufsehen 03/88
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Warten
Dunkle Monate in kalter Winterzeit
manchmal huschen Gestalten durchs Grau
an hellen Vierecken nur erkennbar hier leben noch Menschen 03/88
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Verheissung
Samtene Nacht über der Wüste
färbte sich vom zartesten fliederfarben bis hin ins mitternachts blau
zwei Minuten vor Neujahr fiel der warme Regen füllte mein leeres Glas 03/88
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Spuren
Orientalische Düfte verführten alle Sinne leuchtendbunte Stoffballen füllten meinen Blick monotones Klickern der Gebetsperlen fügte sich in Kindergeschrei glühendheißer Wind verwischte meine Spuren
ließ Sand in meinem Herzen 03/88
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